Mitarbeiterbefragungen

Nachfeldprozesse erfolgreich begleiten

Mitarbeiterbefragungen sind ein integraler Bestandteil erfolgreicher Personalarbeit. Sie bringen Klarheit über das, wie die Menschen ihre Organisation erleben, was sie sich wünschen, erwarten und denken. Dieses Wissen ist die Grundlage, die richtigen Entscheidungen treffen zu können und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Der Nachfeldprozess zählt dabei zu den wichtigsten Bestandteilen der Mitarbeiterbefragung. Ohne sichtbare Ableitungen von Maßnahmen verliert eine Mitarbeiterbefragung ihre Berechtigung.

Bei dem Nachfeldprozess geht es um die Information über die Ergebnisse, die Ergebnisanalyse, die Ableitung von Maßnahmen sowie deren Umsetzung und Evaluierung. Der Prozess startet üblicherweise „top-down“. Idealerweise besprechen und analysieren übergeordnete Führungskräfte die Ergebnisse vorerst mit ihrem Führungsteam, bevor die Mitarbeiter über die Ergebnisse informiert werden. Quick-Wins sollten schon zur Umsetzung angeboten werden.

Dann werden die Mitarbeiter eingebunden. Diese identifizieren Themen im eigenen Verantwortungsbereich, z.B. Zusammenarbeit im Team, Arbeitsbedingungen etc. und bearbeiten diese direkt. „Bottom-up“ werden übergeordnete Themen und kritische Informationen an das obere Management übergeben.

Wie verläuft der Nachfeldprozess?

 

Phase 1: Information über die Ergebnisse

 

Bei der Information der Mitarbeiter über die Ergebnisse spielt Transparenz und Offenheit eine entscheidende Rolle. Alle Mitarbeiter werden sowohl über die Ergebnisse für das Gesamtunternehmen, als auch über die Ergebnisse der eigenen Organisationseinheit und relevanter Vergleichseinheiten informiert.

 

Phase 2: Ergebnisanalyse und Maßnahmenableitung 

 

Führungskräfte sind für die Ergebnisanalyse und eine zielführende Maßnahmenableitung maßgebend verantwortlich. Sie beschäftigen sich nach Erhalt der Ergebnisse damit, was diese für die Ziele und Aufgaben in ihrem Bereich bzw. Team bedeuten. Anhand der Befragungsergebnisse wird mit den Mitarbeitern eine Stärken-/ Schwächen-Analyse für den eigenen Bereich durchgeführt. Daraufhin werden gemeinsam mit den Mitarbeitern Handlungsbedarfe identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Für die Ergebnisanalyse und Maßnahmenableitung empfiehlt sich die Durchführung eines Mitarbeiterworkshops. Damit alle Beteiligten die Umsetzung konsistent nachverfolgen können, wird am Ende dieser Phase ein ausführlicher Maßnahmenplan erstellt, der transparent gepflegt wird.

 

Phase 3: Umsetzung der Maßnahmen und Monitoring

 

In der letzten Phase erfolgen die Umsetzung und das Monitoring der Maßnahmen. Hierbei ist es wichtig, dass alle Beteiligten (Vorgesetzter, Mitarbeiter, etc.) sowie alle wichtigen Stakeholder regelmäßig über den aktuellen Stand und Fortschritt der Maßnahmen informiert werden.

 

Mitarbeiter messen den Erfolg der Mitarbeiterbefragung an der Umsetzung der Maßnahmen. Es ist daher wichtig, dass zum einen die richtigen Maßnahmen identifiziert und zum anderen diese auch konsequent umgesetzt werden.

 

Was sind Rollen und Aufgaben im Nachfeldprozess?

 

Die Führungskraft

 

Die Führungskraft nimmt eine wesentliche Rolle im gesamten MAB-Prozess ein, da sie für das Vorantreiben und die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich ist. Sie lebt die Veränderungsmaßnahmen, die durch die Mitarbeiterbefragung in Gang gesetzt worden sind, vor und motiviert die Mitarbeiter dazu, sich für diese zu engagieren. Dabei ist es wichtig, die Mitarbeiter in den Prozess einzubeziehen und ihnen Verantwortung für Maßnahmen zu übertragen.

 

Die Mitarbeiter

 

Mitarbeiter sollen sich aktiv am gesamten MAB-Prozess beteiligen. Sie sind eine wichtige Quelle zur Identifizierung von Problemen bzw. Verbesserungspotenzialen. Das Mitwirken der Mitarbeiter bei der Erarbeitung und Umsetzung von Lösungen bzw. Maßnahmen ist wichtig, um Motivation zu wecken und ihre praktische Sachkunde zu nutzen.

 


„Beteiligte zu Betroffenen machen!“
Mitarbeiter zu Beteiligten machen, erhöht die Akzeptanz der Mitarbeiterbefragung und die Identifikation der Mitarbeiter mit den Maßnahmen.

 

Der Survey Coach / Koordinator

 

Der Survey Coach bzw. Koordinator ist der Hauptansprechpartner für das Unternehmen oder Unternehmensteile im Rahmen der Mitarbeiterbefragung und hilft in allen Phasen der Befragung weiter. Er ist für die Organisation des gesamten Befragungsprozesses zuständig. Er prüft bei der Vorbereitung der Befragung die Mitarbeiterlisten und die Auswertungseinheiten. Während der Befragung stellt er eine hohe Beteiligungsquote sicher. Im Anschluss an die Befragung stellt er die Berichte zur Verfügung, berät beim weiteren Vorgehen, überwacht die Protokollierung der vereinbarten Maßnahmen und deren Umsetzungen. Er bündelt die Ergebnisse für Statusberichte an die Unternehmensleitung.

 

Was sind wichtige Erfolgsfaktoren?

 

Die folgenden Kriterien sind essentiell für den Erfolg der Nachverfolgung der Mitarbeiterbefragung:

 

Kommunikation & Transparenz

  • Gehen Sie transparent und offen mit den MAB-Ergebnissen um.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter zeitnah über die MAB-Ergebnisse und deren Konsequenzen für Ihren Bereich.

Partizipation & Commitment

  • Beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter konsequent an der Analyse, Lösungsfindung und Maßnahmenableitung.
  • Erhöhen Sie damit bei Ihren Mitarbeitern die Akzeptanz der Mitarbeiterbefragung und die Identifikation mit den Maßnahmen.

Zielorientierte Nachverfolgung 

  • Definieren Sie Ihre Maßnahmen so, dass sie die Themen der Mitarbeiter adressieren und dem Erfolg des Unternehmens dienen.
  • Stellen Sie Verbindlichkeiten (z.B. feste Termine) her und überprüfen Sie regelmäßig die Umsetzung der Maßnahmen und ob die Umsetzung die erwünschten Veränderungen bewirken.

Wir hoffen, wir haben Ihnen einen guten Einblick in unsere Vorgehenweise bei Nachfeldprozessen von Mitarbeiterbefragungen geben können. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an. Wir beraten Sie gerne mit einem für Sie speziell erstelltem Angebot, entsprechend Ihrer Wünsche und Bedürfnisse.

 

Bei Fragen und für weitere Informationen melden Sie sich gerne bei Wilfried Ploenes.