Remote Onboarding – Wenn die/der Neue online zum Team kommt

Wenn sich alle im Homeoffice befinden – und doch ein neues Teammitglied eingearbeitet werden muss, dann stehen manche Teamleiter vor großen Fragen: nicht nur die fachliche Einarbeitung fällt schwerer als am Arbeitsplatz – vor allem das Teamgefüge, das sich über die Zeit gebildet hat, ist herausfordernd zu vermitteln. So etwas wie „Teamspirit“ zu entwickeln, das dauert seine Zeit – und ist DAS überhaupt möglich, wenn man sich gar nicht persönlich trifft?    

 

Die gute Nachricht ist: es funktioniert, „Teambuilding“ auch virtuell zu ermöglichen. Aber es benötigt eine „aktive Inszenierung“. Das bedeutet: nehmen Sie sich bewusst Zeit für informellen Austausch. Für das neue Teammitglied heißt das: melden Sie sich schon vor dem ersten Arbeitstag mit einem Gruß vom gesamten Team – gestalten Sie ein Fotoposter mit Fotos und Namen der Teammitglieder, vielleicht sogar vom Arbeitsplatz aufgenommen, oder jetzt zu Hause am Küchen- oder Wohnzimmertisch, von wo auch immer gearbeitet wird. Vielleicht mit einem Gegenstand, der repräsentiert, was für jede*n „typisch“ ist? Dieses Fotoposter kann dann am Homeoffice-Arbeitsplatz aufgehängt werden, so dass der/die Neue alle Gesichter immer vor Augen hat, auch wenn es mal mit der Videoübertragung nicht klappt 

Nutzen Sie die besondere Situation des Onboardings als Vehikel, jetzt noch mal Ihre Teamrituale auf den Prüfstand zu stellen. Schaffen Sie Raum, um Gemeinsamkeiten und menschliche Seiten kennenzulernen. Und zwar am besten in jedem Team Meeting. Beginnen Sie mit einem „Check In“: jedes Teammitglied erzählt kurz, wie es gerade geht, was ansteht, wo der Schuh drückt – und das darf auch etwas Privates sein. Gehen Sie hier mit gutem Beispiel voran, dann fällt es den Teammitgliedern leichter, selbst etwas zu erzählen. Hilfreich ist es, immer wieder eine konkrete Frage an den Anfang zu stellen – etwa: Wie zufrieden bist Du derzeit mit dem Wissensaustausch in unserem Team? Eine Skala von 1 (gänzlich unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) macht es leicht, über die verschiedenen Wahrnehmungen zu sprechen. Stellen Sie Gesprochenes möglichst immer visuell dar – das hilft, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Das gilt natürlich ganz grundsätzlich für die virtuelle Zusammenarbeit. Hilfreich sind Tools wie muralmiro oder conceptboard – oder was auch immer in Ihrem Unternehmen genutzt werden darf. Sie unterstützen damit die pointierte und konkrete Darstellung des Gesagten – und beugen somit Missverständnissen vor. Außerdem steigt die Chance, dass jede*r weiß (auch neue Teammitglieder), was zu tun ist. 

 

Wer bisher Beruf und Privat streng getrennt hat, der muss hier eine erst mal unangenehme Hemmschwelle überwinden. Denn: jetzt gilt es, auch ein bisschen was Privates und Menschliches zu teilen. Geben Sie jeder und jedem dabei zu jeder Zeit die Entscheidung, wieviel Persönliches geteilt wird – dann fällt es leichter.  

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