Virtuelle Weiterbildung

mehr im Fokus seit Corona

In der jetzigen Situation kommt es immer häufiger vor, dass wir uns online weiterbilden – ob wir nun wollen oder müssen. Sind wir mal ehrlich: im privaten Bereich denken wir oft schon gar nicht mehr darüber nach. Da wird schnell ein Tutorial angeschaut zum Thema „wie beseitige ich eine Rohrverstopfung“, oder „was tun, wenn der Wasserhahn tropft“. Aber berufliche Weiterbildung – das ist dann doch noch mal was anders. Warum eigentlich? Das beantwortet uns Dwight D. Eisenhower: der Wasserhahn nervt, die Rohrverstopfung geht gar nicht – in Anlehnung an Eisenhowers Matrix wären diese Themen aufgrund ihrer Zuordnung zu „dringlich UND wichtig“ ganz klar im „Sofort und selbst handeln“ (und je nach handwerklichem Geschick heißt „selbst handeln“: „Tutorial anschauen und probieren“, oder vielleicht besser „den Handwerker rufen“). Eine berufliche Weiterbildung ist eher „wichtig“, dafür aber nicht so „dringlich“. Was können wir also tun, um uns das virtuelle Lernen zu erleichtern?

Hier ein paar Tipps:

 

Zeit: Terminieren Sie feste Zeitfenster, in denen Sie sich wöchentlich kurz mit dem Thema beschäftigen. Oft reichen schon 15 Minuten aus, wenn Sie konzentriert und ungestört am Thema arbeiten! Bleiben Sie beim konsequenten „Nein“, wenn dann doch etwas dazwischenkommen sollte – oder schieben Sie sich ein anderes Zeitfenster frei, das Sie ohne wenn und aber einhalten.

Nutzen: Machen Sie sich klar, was Ihnen die Weiterbildung persönlich bringt. Was ist Ihr persönlicher Nutzen? Wenn Sie Spaß am Thema selbst haben, wird es Ihnen leichter fallen. Und wenn Sie den Kurs brauchen, um einen bestimmten nächsten Entwicklungsschritt zu ermöglichen – dann malen Sie sich aus, wie es sein wird, diesen Schritt erreicht zu haben. Rufen Sie sich diese Vorstellung in Erinnerung, sobald Sie Ausreden suchen, sich nicht an Ihre festen Zeitfenster zu halten.

Zustimmung von „oben“: Holen Sie sich die Zustimmung Ihrer Führungskraft. Machen Sie klar, wofür dieses Thema gut sein wird, und stimmen Sie persönliche Ziele mit den Inhalten der Weiterbildung ab. Machen Sie deutlich, wie die Weiterbildung Sie bei der Erreichung der unternehmerischen Ziele unterstützt.

Lern-Partner: Suchen Sie sich Verbündete. Wer noch im Unternehmen macht den Kurs? Für wen ist mein Thema noch interessant? Setzen Sie sich gemeinsam Ziele und Zeitfenster, bis wann Sie was gelernt haben wollen – und tauschen Sie sich darüber aus. Suchen Sie nach praktischen Anwendungsfeldern und teilen Sie Ihre Erfahrungen.

Rahmenbedingungen: machen Sie es sich gemütlich! Eine Tasse Kaffee, eine bequeme Haltung – und schließen Sie ab und zu die Augen, um Gelesenes zu verinnerlichen. Halten Sie jeweils eine Erkenntnis schriftlich fest, und bringen Sie dieses Wissen in Aktion. Das gelingt leichter, wenn Sie sich einen visuellen Anker schaffen – das kann ein Gegenstand sein, der ab nun für eine Zeit auf dem Schreibtisch liegt, ein Foto als Handy-Hintergrund oder ein Schlüsselanhänger…

 

Und wenn Sie Ihr geplantes Pensum eingehalten haben, dürfen Sie sich belohnen: Tun Sie sich was Gutes, denn das haben Sie verdient.

 

Viel Spaß dabei!