Untergrundaktivitäten: Wenn Konflikte das Team ausbremsen.

Was tun, wenn es im Team rumort und knirscht? Konflikte sind unglaublich nervig und kosten Unternehmen viel Geld. Außerdem sind sie Gift für unsere Zusammenarbeit. Doch was sind die wirksamsten Tools beim Konfliktcoaching?

Es gibt sie so oft, und nicht immer wird gleich etwas dagegen getan: Teamkonflikte werden gern erst einmal ausgesessen – denn es sind vielleicht nur bestimmte Teammitglieder, die nicht miteinander können. Oder die Führungskraft traut sich nicht so recht dran, an die Lösung. Ist ja auch nachvollziehbar. Die Zeit reicht für die „normalen“ Anforderungen schon meistens nicht aus. Schnell kann aber das Verhalten einiger auf die gesamte Teamkultur übergehen – das Vertrauen schwindet, Fehler werden versteckt oder kleingeredet, Schuldige gesucht. Sogar Kündigungen können darin ihre Ursache haben. Und das können wir uns in Zeiten von Fachkräftemangel so gar nicht leisten.

Was aber tun? Ein wichtiges Instrument beim Bearbeiten von Konflikten sind Einzelgespräche. Das ist wohl der „natürlichste“ Weg, Konflikten zu begegnen. Mit den richtigen Fragen können die Gespräche tiefe Einblicke in die Verstrickungen und persönlichen Sichtweisen geben. Konkretisierungsfragen wie „Woran genau machst Du das fest?“ oder „Was genau ist denn der Auslöser dafür?“ können helfen, vage Beobachtungen zu konkreten Aussagen werden zu lassen – das erlaubt dann auch das kritische Hinterfragen.

Ein weiteres hilfreiches Tool ist das Soziogramm. In dem auf Jacob Levy Moreno zurückgehenden Instrument werden die Beziehungen der Teammitglieder aufgezeichnet – und zwar am besten von verschiedenen Betroffenen. Der Vergleich der Zeichnungen zeigt oft schon wesentliche Perspektiven und damit Lösungsansätze für das weitere Vorgehen.

Ein weiteres Instrument, das klar aufzeigt, welche Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten zur Verfügung stehen, sind die 9 Stufen der Konflikteskalation von F. Glasl. Spätestens jetzt wird klar: Liebe Führungskräfte, sitzt Konflikte nicht aus. Sie kommen zu Euch zurück, und zwar mit größerer Wucht. Spätestens, wenn Informationen im Team nicht mehr mit allen geteilt werden, Verbündete gesucht werden und auch mal im Meeting offen eine spitze Bemerkung fällt, dann gilt es, als Führungskraft aktiv zu vermitteln und möglicherweise sogar Hilfe von einem neutralen Dritten zu suchen. Wir als PfO sind genau dafür da, Euch hierbei zu unterstützen. Damit die Untergrundaktivitäten möglichst bald ein Ende haben – und Euer Team stärker denn je zuvor an einem Strang zieht. 

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